Traktor-Sieg nach deutlicher Leistungssteigerung in Halbzeit zwei

„Männer, heute sind wir dran“, stimmte Darguns Kapitän Dustin Wortmann seine Mitspieler kurz vor Beginn der Partie gegen Karlsburg/Züssow ein. Dass dieses Zitat zur Realität wurde, hatte man vor allem zwei Akteuren zu verdanken. Publikumsliebling Frank Zimmermann und Bob Binnenböse schnürten jeweils einen Doppelpack. Zudem hielt Traktor-Keeper Krause den 4:2-Sieg fest.

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Ein Ergebnis, dass am Ende deutlicher war als der Spielverlauf. Der Aufsteiger führte zur Pause sogar mit 2:1.

Dass es im Abstiegskampf keinen Schönheitspreis gibt offenbarten beide Teams im ersten Part. Für die Zuschauer ein gruseliges Spiel. Selten kam Spielfluss auf, viele Abspielfehler und Pressschläge gab es in den ersten 45 Minuten zu beobachten.

Der Aufsteiger, seines Zeichen Tabellenletzter, spielte munter mit. Bereits in der sechsten Spielminute erzielte Marcus Bischoff die herrliche Führung der SG. Traktor wirkte nicht geschockt. Gerade einmal 120 Sekunden brauchten sie um den Ausgleich zu markieren. Ein Lewerenz-Freistoß landete bei Peter, der quer auf Zimmermann legte. Darguns Stürmer hatte keine Mühe und erzielte den Ausgleich.

Immer wieder Zimmermann war es danach, der die Gäste-Abwehr immer wieder vor schwierige Aufgaben stellte. In der 40. Minute bekamen die Gäste einen Elfmeter zugesprochen. Wortmann blockte einen Schuss aus Nahdistanz mit Kopf und Hand. Schiedsrichter Streich wertete diese Aktion als strafwürdig, eine umstrittene Entscheidung. Den anschließenden Elfmeter entschärfte Krause gut. Die anschließende Ecke brachte aber erneut die Gäste-Führung. Henkel traf aus dem Gewühl zum 1:2-Pausentee.

Im zweiten Durchgang  zeigte Traktor sofort wo der Weg hinführen soll. Lewerenz und Peter hatten die ersten Chancen. Dann servierte Binnenböse perfekt auf den Kopf von Zimmermann zum 2:2 (53.). Ein sehenswerter Treffer. Die stärkste Darguner Phase begann. Endlich ließen die Klosterseestädter Ball und Gegner laufen. Ramm zog noch einmal ab. Aber Prieß im Gäste-Gehäuse ließ nichts durch. Und fast wäre das Spiel wieder gekippt worden. Henkel scheiterte freistehend mit einem Lupfer für den Gast (63.). Sieben Minuten später musste Krause alles riskieren. Gleichzeitig die letzte Chance für Karlsburg/Züssow in diesem Spiel.

Zimmermann nahm sich die Kugel und schickte Binnenböse mit einem 30-Meter-Pass auf Reisen. Dieser blieb cool, umkurvte Prieß und erzielte das 3:2 (76.). Der Knoten war jetzt geplatzt. Sechs Minuten vor dem Ende nahm Krüger sich den Ball, schüttelte seinen Gegenspieler ab und legte mustergültig auf Binnenböse auf. Dieser tunnelte den Torwart und machte den 4:2-Heimsieg perfekt.

Am Ende war es ein Arbeitssieg. Im Abstiegskampf gibt es keinen Schönheitspreis, einzig Punkte zählen. Der Anschluss ans Mittelfeld ist geschafft.

Traktor: Krause, Nennemann, Wortmann, Messing, Ramm, Peter, Binnenböse, Lewerenz (84.Palme), Hannes Werner (69.Ryl), Seidel (63.Krüger), Zimmermann

 

Kellerduell in Dargun

Wenn am Samstag der Abpfiff ertönt, dann ist das erste Saisondrittel in der Landesliga abgeschlossen. Die Klosterseestädter haben dann den Aufsteiger Karlsburg/Züssow zu Gast.

Dass es sich bei dieser Partie um ein Kellerduell handelt, hätten wohl die Wenigsten vor der Saison auf dem Zettel gehabt. Die Spielgemeinschaft Karlsburg/Züssow rangiert derzeit auf dem letzten Tabellenplatz. Ihre derzeit vier Punkte holten sie allesamt zuhause. Mit 23 Gegentoren stellen sie die zweitschlechteste Abwehr der Liga. Dennoch gibt es für den Gastgeber keinen Grund den Aufsteiger zu unterschätzen. Lediglich zwei Punkte mehr haben die Traktoristen auf dem Konto und stehen somit gerade so über dem „Strich“. Eine Ursache dafür ist der ermüdende Angriff. In acht Spielen traf man nur sieben Mal ins gegnerische Gehäuse. Fast doppelt soviele Treffer hat die SG vorzuweisen. Sven Knuth erzielte dabei achtbare sechs Treffer für den Aufsteiger.

Ihre ansteigende Form untermauerte der SV Traktor Dargun am letzten Wochenende im Derby in Gnoien. Nur die Latte verhinderte den möglichen Auswärtssieg.

Der SG Karlsburg/Züssow wurden gegen die Spitzenmannschaft aus Ueckermünde ihre Grenzen aufgezeigt. Gegen die Haffstädter unterlag man daheim mit 1:6. Dabei spielten sie ab der 51.Minute in Überzahl, kassierten danach aber noch vier Gegentreffer.

Die Traktoristen wollen mit einem Sieg ins Mittelfeld rutschen und hoffen, dass dabei der Knoten im Angriff platzt.

Anstoß der Partie am Samstag ist bereits um 13:30 Uhr auf dem Darguner Kunstrasenplatz.

 

Traktor II: Halbes Dutzend gegen Gielow

Die Zahl sechs scheint der Sahm-Truppe gut zu gefallen. Wie auch letztes Wochenende in Klink gelangen dem Kreisoberligisten auch gegen Gielow sechs Treffer gegen überforderte Gäste aus Gielow.

Ryl eröffnete den Torreigen bereits in der achten Minute. Er wurde perfekt von Krüger in Szene gesetzt und traf aus 13 Metern. In der 15. Minute erhöhte Nico Zoschke auf 2:0. Er verwandelte einen Foulelfmeter. Zuvor wurde Stürmer Sahm im Strafraum regelwidrig gelegt. Fünf Minuten vor dem Pausentee erhöhte Thielmann per Fernschuss auf 3:0.

Im zweiten Part das gleiche Bild. Traktor gab weiter Gas und schon nach 47 Minuten war die Begegnung entschieden. Wieder servierte der agile Krüger. Erik Westphal ließ sich die Chance nicht nehmen und erhöhte auf 4:0.

Nach einer knappen Stunde setzte Kapitän Andres Franz zum Flankenlauf an. Nutznießer war diesmal Sahm. Er hielt seinen Schädel hin und traf aus sechs Metern. Nur kurze Zeit später avancierte Krüger endgültig zum Matchwinner. Diesmal nahm er selbst Maß und traf aus 16 Metern.

Mit dem zweiten Sieg in Folge ist man mittlerweile auf den vierten Platz vorgerückt. Mit ein bißchen mehr Konzentration wäre ein noch höherer Sieg drin gewesen. In einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten die Mittelfeldspieler Krüger und Ryl hervor. Mit viel Selbstvertrauen reist man nächste Woche zum Spitzenreiter Nossentiner Hütte.

Traktor II: Schöpf, Groth, Nico Zoschke, Schröder, Ryl (56.Jager), Franz, Westphal, Thielmann, Krüger, Kevin Lipski (61.König), Sahm (64.Linde)

Tore:

1:0 Ryl               (8.Minute/Krüger)

2:0 N.Zoschke   (15.Minute/FE)

3:0 Thielmann   (40.Minute)

4:0 Westphal     (47.Minute/Krüger)

5:0 Sahm           (57.Minute/Franz)

6:0 Krüger          (60.Minute)

 

Traktor mit Remis im Derby

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wollten die Landesligafußballer vom SV Traktor Dargun endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Dies gelang nach guter Leistung nur teilweise. Im Stadion an der Windmühle gab es ein torloses Remis in Gnoien. Bitter für Traktor: Mit einer Doppelchance in der 80. und 82. Minute durch Rehländer und Lewerenz wäre der verdiente Sieg möglich gewesen. Letzterer scheiterte aber unglücklich an der Lattenunterkante.

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Das Derby begann in der ersten Hälfte schleppend. Viele Zweikämpfe und Fehlpässe prägten die gesamten ersten 45 Minuten. Traktor versuchte das Spiel zu kontrollieren, der Gastgeber wusste sich nur mit langen Bällen von Libero Friedel zu helfen. Nennemann und Hannes Werner engten die Kreise von Kapitän Balz gut ein. In der 30. Minute hatten die Gäste die erste Chance parat. Peter bediente Stürmer Seidel, dessen Schuss aus Nahdistanz wurde jedoch geblockt. Eine Minute vor der Pause legte Traktor-Kapitän Wortmann seinen ganzen Frust der letzten Wochen in einen Schuss. Sein 25-Meter-Flatterball konnte Gnoiens Keeper Steinke aber abwehren. So ging es torlos in die Pause.

Im zweiten Part nahm das Derby dann endlich Fahrt auf. Gnoien kam wie verwandelt aus der Kabine. Ein Schuss von Balz stellte Krause vor der ersten Hürde. Die gedachte Flanke konnte Krause gerade noch von der Linie kratzen (50.). Kurz darauf testete Millert wiederum Krause. Dann begann die erste Drangphase der Gäste. Zimmermann ließ sich den Ball in allerletzter Sekunde noch abjagen. In der 58. Minute zeigte Steinke dann seine Künste: Binnenböses-Geschoss fischte er aus dem Winkel. Dann zog Lewerenz das Tempo an. Er bediente Rehländer mustergültig, Gnoiens Abwehrspieler kam dem Traktor-Stürmer aber zuvor.

Die größte Chance der Gastgeber konnten die 180 Zuschauer in der 73. Minute begutachten. Krause nahm eine Rückgabe von Wortmann unnötig auf. Balz wollte aber zuviel und jagte den Ball aus zehn Metern in die Wolken. Danach gab es binnen zwei Minuten die Chance zum „Lucky-Punch“ für die Gäste. Zunächst bediente Binnenböse Rehländer mustergültig. Darguns Stürmer setzte den Ball aber neben das Tor. Zwei Minuten später setzte Lewerenz zum Sololauf an. Sein 20-Meter-Schuss landete aber nur an der Lattenunterkante.

Nach 90 Minuten endete das Derby zwischen Gnoien und Dargun wie auch das letzte Aufeinandertreffen am 19.09.2009 in Gnoien torlos. Traktor zeigte sich gegenüber den letzten Spielen stark verbessert. Jedoch ist der Fußballgott zurzeit kein Traktor-Fan. Eine Tatsache die am nächsten Samstag gegen den Aufsteiger Karlsburg/ Züssow unbedingt gekippt werden soll.

Traktor: Krause, Marcel Werner, Wortmann, Fanter, Nennemann, Hannes Werner, Binnenböse, Lewerenz, Peter, Zimmermann (62.Rehländer), Seidel (80.David Lipski)