Sommerrunde: Dargun düpiert Zarnekow

Die Sommerrunde der Alten Herren neigt sich langsam dem Ende. Am Freitagabend traf der SV 1919 Concordia Zarnekow auf Dargun. Die Gäste aus der Klosterseestadt erwischten einen Start nach Maß. Schnell führten sie durch zwei Tore von Nico Zoschke und Marko Kroll mit 3:0. Wiederum Nico Zoschke sorgte mit seiner dritten Bude per Neunmeter in Halbzeit eins für den 4:0-Halbzeitstand.

Im zweiten Part „müllerte“ es dann zum ersten Mal: Heiko Müller baute die Führung auf 5:0 aus. Zarnekows Buhs verkürzte wenig später. Doch wiederum Müller und Schumacher bauten den Vorsprung auf 7:1 aus. Zarnekow betrieb danach Ergebniskosmetik und kam bis auf 3:7 ran, gleichzeitig auch der Endstand.

Traktor setzte folgende Spieler ein: Drews, Flachbart, R. Zoschke, N. Zoschke, Kammer, Kroll, Schoknecht, Schröder, Müller, Schumacher

 

Traktor im Pokaleinsatz

Nach dem gelungenen Punktspielstart wartet an diesem Wochenende für die Landesligafussballer im Mecklenburg-Vorpommern-Pokal der Verbandsligist vom Grimmener SV. Platz drei, mit zehn geholten Punkten aus vier Spielen, lassen Dargun in der Tabelle ganz gut dastehen. Doch den Verantwortlichen ist durchaus bewusst, dass dies nur eine Momentaufnahme ist. „Die Erfolgswelle in der Liga soll natürlich auf den Pokal überschwappen“, gibt sich Mittelfeldrenner Carlo Nennemann kampfeslustig. Er blickt dabei auf die erste Runde mit dem Sieg beim SV Kandelin und vor allem auf die letzte Pokalsaison mit dem Einzug ins Achtelfinale zurück. „Zuhause sind wir schwer zu knacken“, gibt sich auch Linksverteidiger Stephan Seidel zuversichtlich.

Die Gäste aus Grimmen spielen in der Verbandsliga. Sie gelten als kompaktes Team. In der ersten Runde bezwangen sie Darguns Ligakonkurrent Pentz mit 3:0. in der höchsten Spielklasse rangiert der GSV derzeit auf Rang fünf. Gerade am vergangenen Wochenende sorgten sie für Furore. Mit einer 7:0-Gala schickten sie die SG Roggendorf auf die Rückreise.

Die Klosterseestädter kennen die Grimmener aus zahlreichen Landesligaduellen.

Erschwerend dazu kommt, dass die Kroll-Truppe auf zahlreiche Spieler verzichten muss. „Dennoch wollen wir die Außenseiterrolle versuchen zu nutzen“, stellt Defensivkicker Marcel Werner die Kräfteverhältnisse klar.

Wer die Partie live verfolgen möchte, sollte sich bis 15:00 Uhr auf dem Darguner Sportplatz einfinden.

 

Traktor II deklassiert Faulenrost und grüßt jetzt von oben

Am vierten Spieltag reiste die Traktor-Reserve nach Faulenrost. Nach einer starken ersten Hälfte gewannen die Gelb-Blauen mit 3:0 und das obwohl man eine knappe Stunde in Unterzahl spielen musste.

Lewerenz eröffnete den Torreigen bereits nach einer Minute. Nach einem Einwurf marschierte er durch Faulenrosts Defensive und traf mit dem eigentlich schwächeren rechten Fuß ins lange Eck. Nach 24 Minuten erhöhten die Gäste nach einem Konter auf 2:0. Wortmann schickte Linde auf Reisen, der aus 16 Metern keine Mühe hatte und einschob.

Faulenrost wirkte geschockt, hätte aber beinahe den Anschlusstreffer erzielt. Doch Schöpf lenkte den Ball noch ans Aluminium. Die Zuschauer und auch die Kicker aus Faulenrost sahen den Ball hinter der Linie. Der Schiedsrichter entschied aber zu Gunsten der Gäste. Kurz vor der Pause erzielte Dustin Wortmann per Lupfer das sehenswerte 3:0. Unrühmlicher Höhepunkt der ersten Hälfte: Darguns Enrico König sah wegen Nachschlagen die rote Karte (32.).

Im zweiten Durchgang drückte Faulenrost. Mehr als einige Halbchancen sprangen nicht heraus. Darguns Defensivverbund hielt. Keeper Schöpf blieb auch im dritten Spiel ohne Gegentor. Dargun II eroberte mit diesem Sieg die Tabellenführung, obwohl man ein Spiel weniger absolviert hat.

Traktor II: Schöpf, Jager, Buske, Ramm, Krüger, Horstmann (90. Priebe), Wortmann, Lewerenz, Schulze (63. Thielmann), Linde (63. Schröder), König

 

Traktor siegt in Malchow und rückt weiter vor – Binnenböse mit Doppelpack

Zu den am Boden liegenden Gastgebern gesellte sich auch ein Gelb-Blauer. Darguns Stürmer Michael Rehländer hatte sich während der 90 Minuten ein Privatduell mit Malchows Torwart Kornfeld geliefert. Der 29-Jährige Torhüter des MSV II ging als Sieger hervor und ließ Rehländer förmlich verzweifeln. Am Ende war es egal. Traktor musste zwar zittern, rettete den knappen Vorsprung aber auch über die fünfminütige Nachspielzeit und gewann verdient beim Malchower SV 90 II mit 2:1 (1:0)

Fanter ersetzte Groth im Vergleich zur Vorwoche. Die Gastgeber boten einige Oberligaspieler auf. Dementsprechend liefen sie von der ersten Minute die Gäste an. Traktor wirkte aber gefestigt. Außer den Standardsituationen hatte Malchow nichts zu bieten. Ein Eckball an die Latte vom Krause-Gehäuse war der Wachmacher (15.). Ein Pass von Kulartz fand Nennemann, der die erste Chance der Gäste vergab (18.). Die zweite Chance hatte Rehländer , als er nach Vorlage von Franz an Kornfeld scheiterte (22.). Weiter aus einer sicheren Abwehr agierend, setzte Traktor den nächsten Konter, der endlich saß. Franz weite Flanke erreichte Binnenböse, der das Leder volley nahm. Mit Hilfe des Innenpfostens zappelte das Netz zum 1:0 für die Klosterseestädter (32.). „Erst habe ich überlegt, den Ball anzunehmen, dann hab ich einfach drauf gehalten“, kommentierte Darguns Wirbelwind seinen Treffer „Marke Tor des Monats“. Wenig später tauchte Kulartz frei vor Kornfeld auf, scheiterte aber auch (35.).

Mit der knappen Führung ging es in die zweite Halbzeit. Das Spielgeschehen änderte sich nicht. Malchow hatte zwar gefühlte 70 Prozent Ballbesitz, die klaren Chancen hatte aber Dargun. Doch wie schon in der ersten 45 Minuten verballerte Traktor klarste Einschussmöglichkeiten. Es begann das ganz persönliche Duell zwischen Kornfeld und Rehländer. Sämtliche Chancen blieben aber ungenutzt. Nach einem Freistoß konterte Traktor aus dem Bilderbuch. Binnenböse blieb dieses Mal cool. Seine ersten beiden Versuche schlugen noch fehl, er bekam aber das Leder stets zurück und überwand den Malchower Torwart im dritten Versuch (75.). Fünf Minuten später gelang Malchow nach zu kurzer Abwehraktion der Anschlusstreffer. Dargun war jetzt angezählt, fiel aber dank großartiger Abwehraktionen von Krause und Fanter in der Nachspielzeit nicht. Malchows Kapitän Radtke sah in der Nachspielzeit noch die gelb-rote Karte.

Damit stehen nach vier Spieltagen zehn Punkte auf der Habenseite. Am nächsten Sonnabend trifft Traktor im Landespokal auf Verbandsligist Grimmen.

Traktor: Krause, Seidel, Koch, Fanter, Marcel Werner, Maik Werner, Nennemann, Franz (75. Palme), Binnenböse (83. Westphal), Kulartz, Rehländer