Dargun I – Pentz endet torlos

Am Ende war es eine Partie, die wohl nicht so wirklich einen Sieger verdient hatte. Der Pentzer Abwehrriegel hielt, Dargun fand die entscheidende Lücke nicht.

Die Gastgeber starteten gefälliger und hätten früh in Führung gehen müssen. Marcel Werner flankte auf Westphal, dessen Versuch mit Hilfe von Rene Zander aber nur an die Lattenunterkante klatschte (15.). Kurz darauf servierte Tommy Lewerenz für Torjäger Rehländer. Darguns Torjäger nahm das Leder ein wenig übereifrig – vorbei (20.). Es sollte die beste Chance der Partie bleiben. Ab der 25. Minute kamen die Gäste dann besser in die Gänge. Lange Bälle sorgten bis auf ein Abseitstor aber für wenig Gefahr.img_1655

Die zweite Halbzeit startete ohne Kreativspieler Tommy Lewerenz, der sich am Fuß verletzte. Dargun startete mit mehr Schwung, zählbares sprang aber weiterhin nicht raus. Beide Mannschaften waren in ihren Mitteln beschränkt. Viele Fehler auf beiden Seiten diktierten fortan, gepaart mit unzähligen Freistößen, das Geschehen. Einzig Linksverteidiger Seidel zog immer wieder auf Außen an, fand aber keinen Abnehmer. Eine Reihe von Ecken brachte die Sprenger-Truppe nochmals in Verlegenheit, aber mit Mann und Maus verteidigten sie ihr Gehäuse. Fast wäre doch noch der große Coup gelungen. Eggebrecht verzog nach einer Ecke hauchdünn (84.). Die letzte Chance des Spiels hatte erneut der Gastgeber. Der Kopfball von Hannes Werner fand aber ebenso nicht den Weg ins Tor wie auch alle anderen Chancen. Am Ende eine typische Nullnummer, in der es die Gelb-Blauen versäumten in der ersten Hälfte für klare Verhältnisse zu sorgen.

Dargun bleibt Vierter, Pentz rückt auf Platz 12 vor, bleibt weiterhin aber stark abstiegsgefährdet.

Traktor Dargun: Krause, Seidel, Palme, Fanter, Marcel Werner, Peter, Westphal (78. Hannes Werner), T. Lewerenz (46. Maik Werner), Nennemann, Franz, Rehländer (67. Kulartz)

 

 

Traktor will zurück auf Platz 3

Das Osterfest steht vor der Tür, da steht ein interessantes Duell in der Landesliga Ost auf dem Programm. In Dargun kommt es am 19. Spieltag zum Duell Traktor gegen Traktor. Gerade die Gäste aus Pentz werden sich einiges in Dargun ausrechnen, geht der heimische SVT derzeit doch förmlich am Stock. Die Verletztenakte ist groß, doch die Kroll-Truppe schaut nach vorne.img_1397

Wie eine Befreiung wirkte der letzte Sieg in Görmin. Alt bekannte Stärken blitzten wieder auf, die das Team wieder munterer wirken lassen. Da stört auch nicht, dass die Pentzer in der Rückrundentabelle noch vor den Gelb-Blauen liegen. Traktor will sich im Fernduell mit dem Nachbarn aus Gnoien (bei der TSG II) Rang drei zurückholen. Dennoch wird man die Minimalisten aus Pentz nicht unterschätzen. Zwar stellt die Sprenger-Truppe mit bisher 13 erzielten Toren aus 18 Spielen den schwächsten Angriff der Liga da. Eine andere Statistik verrät aber: sechs Punkte aus fünf Spielen. Zum Vergleich: Aus der Hinrunde holte Pentz acht Punkte aus 13 Spielen. Der Kurs stimmt also beim Aufsteiger. Körperlich sowieso immer präsent wird man auch in Dargun versuchen, den ersten Auswärts-Dreier einzuheimsen. Anstoß: 15:00 Uhr / Hinspiel 1:0 für Dargun

 

Traktor II 3:3 in Wokuhl

Ungewöhnliche Anstoßzeit – kurioses Spiel. Bereits um 10:00 Uhr trat die Landesligareserve am Sonntag beim FV Wokuhl an. In einer torreichen Partie fand als Erster Traktor-Stürmer Marco Linde die Lücke. Nach einem Wortmann-Einwurf schoss Traktors Torjäger aus zehn Meter ins Tor (0:1/17.). Doch die Gäste boten fortan keine gute Leistung. Nach 35 Minuten gelang dem Gastgeber folgerichtig der Ausgleich.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte waren die Gäste wieder wacher. Sahm gewann nach gutem Pressing den Ball und legte wiederum für Linde auf. Darguns Torjäger erzielte die erneute Führung. Linde hat jetzt zwölf Treffer auf der Habenseite. Sahm und Buske hätten das Spiel in die richtige Bahn führen können, scheiterten aber (58./62.). Besser machte es Wokuhl. Wieder zwei kapitale Abwehrschnitzer und Wokuhl führte (70./82.). Traktor steckte jedoch nicht auf und erzielte in Person von Wortmann das 3:3 (92.). Priebe hatte zuvor das Leder nach vorne gedroschen. Wortmann nutzte die Uneinigkeit der Wokuhler Hintermannschaft und erzielte den Endstand.

Traktor II: Schöpf, Schmidt, Krüger, Jager, Wortmann, König, Neise (8. Horstmann), Buske (68. Priebe), Voß, Sahm, Linde

 

Endlich: Traktors erster Dreier im fünften Duell

Gemischte Gefühle waren nach dem Abpfiff auf dem Görminer Sportplatz zu beobachten. Zum einen war da die große und sichtbare Erleichterung auf Seiten der Gäste. Zum anderen nimmt die Krankenakte so langsam dramatische Züge an. Spielmacher Ricardo Lewerenz musste nach neun Minuten runter, genau wie sein Kollege Groth. Für beide endete das Auswärtsspiel im Krankenhaus. Beide verließen dieses mit bandagierten Knöcheln. Es werden Bänderrisse vermutet, die sich hoffentlich nicht bestätigen.

Marcel Werner sprang für den über Nacht erkrankten Frank Palme in die Innenverteidigung. Jens Peter ersetzte den gelb gesperrten Hannes Werner im defensiven Mittelfeld.

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Traktor kann sich an diesem Tage eine Leistung bescheinigen, die das bestätigen, was in so einer prekären Situation von Nöten ist. Die Gelb-Blauen bissen auf die Zähne und hauten sich in alles rein was auf sie zukam. Görmin war besser, was nicht unbedingt überraschend war. Die 152 Zuschauer sahen ihre Heimelf mit langen Bällen und vielen gefährlichen Standards agierend. Das typische Spiel der Schult-Truppe. Bahls und Gross lauerten und waren stets gefährlich. Doch der Riegel hielt, Seidel musste einmal vor der Linie klären.

Zweite Hälfte – gleiches Spiel. Görmin wurde jetzt druckvoller und kam zu klaren Chancen. Nach einer Ecke rettete Groth auf der Linie, nachdem Gross geköpft hatte (55.). Nach einer Stunde lief Kapitän Lüttjohann auf Krause zu, der ihm aber das Leder abnahm. Die nächste Schrecksekunde folgte, als Groth sich verletzte. Fortan ging ein Ruck durch die Kroll-Truppe. Mutiger agierend gelangen die ersten klaren Chancen. Franz und Tommy Lewerenz sorgten für gefährliche Bälle. Franz war dann auch Ausgangspunkt zur Führung. Sein Freistoß mit anschließendem Gewühl im Strafraum hatte als letzte Station Görmins Stefan Damm gefunden – Eigentor (78.). Traktor führte auswärts, was den Spielverlauf auf dem Kopf stellte. Görmin kam noch einmal durch Torjäger Bahls – vorbei (83.). Die Nachspielzeit brach an, da machte Traktor alles klar. Rehländer lief alleine auf Keeper Schmidt zu, der eigentlich Feldspieler ist, aber den gesperrten Jordan vertrat. Darguns Rückennummer 11 ließ sich die Chance nicht nehmen und spitzelte das Leder am Torwart vorbei – 0:2 Endstand. Damit war der fünfte Auswärtssieg unter Dach und Fach. Traktor ist jetzt Vierter, Görmin rutscht auf Platz sechs. „Heute hat sich jeder voll rein gehauen, das war der Schlüssel zum Erfolg“ war auch Linksverteidiger Stephan Seidel erleichtert. „Die Defensivarbeit war heute grandios. Aber diese Verletzungen werden derzeit von uns angezogen. Wir jammern aber nicht, sondern konzentrieren uns jetzt auf das Heimspiel gegen Pentz“, blickte Darguns Coach schon wieder voraus. Die Klosterseestädter blieben erstmals seit dem neunten Spieltag wieder ohne Gegentreffer. Zudem gelang endlich der erste Rückrundensieg.

Wer das nächste Auswärtsspiel live miterleben möchte, kann am 26.04. mit dem Team die Reise zum FSV Mirow/Rechlin antreten. Es wird ein Bus bereitgestellt, die Karten sind ab sofort im Sportlerheim erhältlich (Preis 5 Euro).